Crammer Bürger gegen Massentierhaltung haben es satt!

- braunschweig-spiegel -  16. Oktober 2012

 

Cramme. Über 50 überzeugte Crammer Bürger gegen Massentierhaltung haben sich am letzten Sonntag nach der enttäuschenden Genehmigung zur Erweiterung der bestehenden Massentierhaltungsanlage durch den Landkreis WF, am Pavillon im schönen Crammer Schulwald zum ersten Bürgerfrühstück eingefunden. Außer dem Genuss selbst mitgebrachter Speisen ging es bei dieser Zusammenkunft um den regen Meinungsaustausch zu dem Thema Massentierhaltung und die gegenseitige Information darüber. Die Kernthemen: Gefahr durch Bioaerosole in der Stallabluft und die Tierqual an sich wurden nochmals verdeutlicht.

Viele fleißige Hände haben kleine gelbe "A´s", mit Kernaussagen darauf, gebastelt, die jetzt überall im Dorf auf die Problematik mit der Massentierhaltung hinweisen.

Die Bereitschaft sich am 10.11. der SlowFood-Demonstration "Wir haben es satt" in Hannover anzuschließen wurde auch beschlossen! Zum Abschluss spazierten alle in Richtung Hühnerstall, um sich vom Baufortschritt zu informieren und stellten fest: "Welch gruseliger Gedanke in diesen Gemäuern bald 84.000 kleine Küken dahin vegetieren zu wissen" . Und dass Jahr für Jahr und bis zu 8x im Jahr...

Es schmerzt doppelt, führt man sich vor Augen, dass der "Bauer" bei diesen Vorgängen der Qualmast von "Veredelung" spricht!

Großer Erfolg für Crammer Schüler

- Wolfenbüttler Zeitung -  24.10.2012

 

Cramme. "Der Leserabe im Zauberwald" hatte es der Klasse 1 der Grundschule Cramme angetan. Alle zwölf Kapitel wurden von den Schülern mit Hochspannung erwartet und verfolgt, so die Schule.

Als alles gelesen und geraten war, beschlossen die Kinder, sich weitere Abenteuer auszudenken. Die Geschichte wurde - teils als Briefroman - weitergeschrieben und -gemalt, so dass ein Bilderbuch als Gemeinschaftswerk entstand.

Dann hieß es abwarten, ob "Die Leseparty" einen Preis gewinnen würde. Schließlich erhilt die Klasse ein Paket mit Spielen und einer DVD von der Stiftung Lesen - Platz 3. 800 Klassen hatten teilgenommen.

Kindergarten Cramme erneut Ziel von Zerstörungswut 01.08.2012

Cramme. Der Kindergarten Cramme war erneut Ziel ungezügelter Zerstörungswut. Das Trampolin des Kindergartens wurde irreparabel zerstört. Die Tat ereignete sich zwischen Samstag und Montag.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und hofft auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung.

Hinweise: (05331) 9330

 

Weitere Bilder

Großes Interesse an Erörterung der Einwendungen gegen Erweiterung der Hühnermastanlage 07.07.2012

Crammer Bürger gegen Hühnermastanlage
Crammer Bürger gegen Hühnermastanlage

Cramme. Am 05. und 06.07.2012 fand im Crammer Sportheim die Erörterung der Einwendungen zur Erweiterung der Hühnermastanlage des Crammer Landwirtes G. Schwetje statt. Einem großen Aufgebot der Verwaltung des Landkreises Wolfenbüttel und dem Antragsteller Schwetje saßen zahlreiche Vertreter der Bürgerinitiative „Crammer Bürger gegen Massentierhaltung“ gegenüber. Die Einwendungen der Gegner der Hühnermastanlage wurden in teils sehr emotionalen, aber größtenteils sachlichen Diskussionen erörtert. Die Genehmigungsbehörde nahm am Ende der beiden Veranstaltungstage ein umfangreiches Arbeitspaket mit zurück in die Amtsstuben.

 

Bilder der Veranstaltung 

 

Erörterung der form- und fristgerecht erhobenen Einwendungen

Amtliche Bekanntmachung
des Landkreises Wolfenbüttel


lm immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren über den Antrag des Herrn Gerhard Schwetje, Breite Str. 23, 38312 Cramme, für den Neubau eines Hähnchenmaststalles mit bis zu 42.000 Plätzen und die Erhöhung der Mastplätze im vorhandenen Stall auf 42.000 in der Gemarkung Cramme wird der Termin zur Erörterung der form- und fristgerecht erhobenen Einwendungen anberaumt auf

 

Donnerstag, den 05.07.2012. 09:00 Uhr,
im Sportheim Cramme. Am Stadtweg 9. 38312 Cramme.

 
Kann die Erörterung an diesem Tag nicht abgeschlossen werden, wird sie am Folgetag ab 09:00 Uhr am gleichen Ort fortgesetzt.

 

Die Erörterung der form- und fristgerecht erhobenen Einwendungen findet auch beim Fernbleiben des Antragstellers oder der Personen, die Einwendungen erhoben haben, statt. Die Vertretung durch einen Bevollmächtigten ist möglich. Dieser hat seine Bevollmächtigung durch eine schriftliche Vollmacht nachzuweisen und diese zu den Akten der Genehmigungsbehörde zu geben.

 

Durch eine Teilnahme am Erörterungstermin und durch eine Vertreterbestellung entstehende Kosten können nicht erstattet werden.

 

Der Erörterungstermin ist öffentlich.

 

Landkreis Wolfenbüttel                                                                                  Wolfenbüttel, den 19.06.2012
Der Landrat
lm Auftrage
Sven Volkers

Girlie-Power auf der Hit-Radio Antenne Open Air Bühne:

Gewinner aus Cramme 17.06.2012

-Wolfenbüttler Schaufenster- 

Sina Hopert und ihre Mädels
Sina Hopert und ihre Mädels

Cramme. Die Gewinner des Online-Votings für das Hit-Radio-Antenne-Niedersachsenlied stehen fest. Unter 30 Bewerbern wurden drei Finalisten bereits im Vorfeld ausgesucht, die sich dann dem Online-Voting stellen mussten.

Mit 50,3 % haben Sina Hopert und ihre Mädels aus Cramme und Umgebung gewonnen. Sie konnten die Hit-Radio-Antenne-Hörer überzeugen und werden am 25. August im Heide-Park-Soltau-Resort auf der großen Hit-Radio Antenne Bühne beim großen Hit-Radio-Antenne-Open-Air 2012 ihren großen Auftritt haben.

Sie freuen sich schon riesig dass sie dort ihre Version des Hit-Radio-Antenne-Niedersachsenliedes präsentieren dürfen.

 

Hier klicken um das Video zu sehen 

 

Cramme: Maststallerweiterung auf 84.000 Hähnchen – BUND erhebt Einwände 04.05.2012

- Wolfenbüttler Zeitung -

 

Anläßlich des aktuellen Genehmigungsverfahrens für die Erweiterung des Hähnchenmaststalls in Cramme auf 84.000 Mastplätze weist der BUND erneut auf die mit der Massentierhaltung verbundenen Gesundheitsrisiken und unzureichenden Tierschutz hin.

Tierschutz: In der Hühnermastanlage zwischen Cramme und Groß-Flöthe werden die Hühner in knapp 40 Tagen bei Temperaturen über 30 Grad auf ein Endgewicht von ca. 2 Kilogramm gemästet. Dann stehen etwa 20 Tiere auf einem Quadratmeter in ihrem eigenen Kot. “In den großen Hallen bei derartiger Enge können die Hühner ihre Grundbedürfnisse und Triebe wie Scharren, Picken, Sandbaden nicht mehr ausleben”, bemängelt Olaf Dalchow, Kreisgruppenvorsitzender des BUND in Wolfenbüttel. Laut einer Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover leiden viele der Masthühner am Ende der Mast bei solchen Bedingungen zusätzlich unter schmerzhafen Fußballenentzündungen. Der BUND hält diese Haltungsbedingungen daher für nicht vereinbar mit dem Tierschutzgesetz.

Risikofaktor Keimbelastung: Geplant ist, dass die bestehende Hähnchenmastanlage in Cramme von 39.800 Mastplätzen durch ein weiteres Stallgebäude auf 84.000 Mastplätze erweitert wird. Das bedeutet zusätzlichen Gestank für Cramme und Groß-Flöthe und deutlich gesteigerte Ammoniak- und Feinstaubemissionen aus dem Stall. Auch der neue Maststall verfügt nicht über Staub- und Keimfilter. Über Ventilatoren wird die belastete Stallluft ungefiltert in die Umwelt geblasen. Eine BUND-Studie im Dezember 2011 hat ergeben, dass jede zweite Hähnchenfleisch-Probe aus deutschen Supermärkten mit antibiotikaresistenten Keimen belastet ist. Das ist die erschreckende Folge des fortgesetzten Antibiotika-Missbrauchs in industriellen Hähnchenmastställen mit Haltungsbedingungen wie in diesem in Cramme. Sowohl MRSA als auch ESBLproduzierende Keime können über die Stallabluft als Bioaerosole in die Umwelt gelangen. Aus wissenschaftlichen Studien geht hervor, dass es in der Nähe von Intensivtierhaltungsanlagen zu einer erhöhten Konzentration dieser Bioaerosole kommt. Untersuchungen deuten ebenfalls darauf hin, dass mit der Konzentration von Bioaerosolen für die Anwohner gesundheitliche Risiken einhergehen. Tierqual und erwartete Gesundheitsrisiken werden jedoch im aktuellen Genehmigungsverfahren für den Maststall in Cramme nicht berücksichtigt, da die gesetzlichen Bestimmungen in der Nutztierhaltungsverordnung und der Immissionsschutzverordnung in Deutschland diese Haltungsform zulassen. Der BUND setzt sich daher in Niedersachsen, deutschlandweit und bei der EU für eine deutliche Verbesserung der Tierschutzstandards, insbesondere der Haltungsbedingungen und für eine Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung ein und fordert vermehrte Risikobetrachtungen bei der Keimproblematik in Massentierhaltungsanlagen.

Mangelhafter Brandschutz: “Auch dem Brandschutz in dem neuen Maststall in Cramme wird nicht ausreichend Rechnung getragen. Laut Planungsunterlagen ist eine Tierrettung im Falle eines Brandes im Crammer Stall nicht vorgesehen.”, kritisiert Dalchow. Der BUND wendet ein, dass es in dem Crammer Maststall weder eine automatische Brandmeldeanlage, noch automatisch auslösende Rauch- und Wärmeabzugsanlagen geben soll. Die Feuerwiderstandsdauer tragender Bauelemente ist so gering, dass bei einem Brand weder Feuerwehr noch Tierretter den Stall betreten dürfen, um die Hühner zu retten. Der Tod der Tiere wird hier billigend in Kauf genommen. Und für den bereits bestehenden Stall in Cramme existiert nicht einmal genügend Raum vor und neben dem Stall, um alle Hühner aus dem Stall zu evakuieren. Das steht im deutlichen Widerspruch zum Tierschutz und zur Niedersächsischen Bauordnung, die eine Rettung ausdrücklich auch von Tieren und die Möglichkeit von effektiven Löscharbeiten vorschreibt.

Ausgleichsmaßnahmen gehören zur Bauabnahme: Der BUND erwartet im aktuellen Genehmigungsverfahren auch, dass die Umsetzung der landschaftspflegerischen Ausgleichsmaßnahmen für versiegelte Acker- und Grünlandflächen noch im gleichen Jahr wie die Inbetriebnahme erfolgen. Die Praxis sieht hier oft anders aus. Noch immer sind in Cramme nicht alle angeordneten Gehölzpflanzungen aus dem ersten Stallbau im Jahre 2010 erfolgt.

Bäuerliche Landwirtschaft: Der BUND tritt ein für eine nachhaltige, bäuerlich geprägte Landwirtschaft, die Tiergesundheit und Ökologie in den Vordergrund stellt. Sie ist geprägt durch Vielfalt der Kulturpflanzen und Nutztierrassen, minimiert Klimagas-Emissionen und orientiert sich an natürlichen Stoffkreisläufen. Im Landkreis Wolfenbüttel ist eine solche Landwirtschaft noch vielerorts zu finden. In Cramme bestimmt zukünftig Wiesenhof, was und wie produziert wird.

Ethik und Tierschutz standen im Mittelpunkt 19.04.2012

- Wolfenbüttler Zeitung -

 

Initiative Crammer Bürger gegen Massentierhaltung informierte über Möglichkeiten von Einwendungen

Olaf Dalchow (links) und Siegfried Hörner mit einem Plakat. Sie fordern menschliches Maß in der Landwirtschaft
Olaf Dalchow (links) und Siegfried Hörner mit einem Plakat. Sie fordern menschliches Maß in der Landwirtschaft

Von Stephanie Memmert

 

CRAMME. Das Auslegungsverfahren zum Baugenehmigungsverfahren für einen Hähnchenmaststall in Cramme läuft beim Landkreis und der Samtgemeinde Oderwald seit dem 22. März und dauert noch bis zum 23. April. Für drei Stunden konnten Bürger die Unterlagen am Mittwoch in der Gemeindeverwaltung in Cramme einsehen.

Siegfried Hörner von der Initiative Crammer Bürger gegen Massentierhaltung und Olaf Dalchow vom BUND informierten Bürger darüber, welche Art von Einwendungen es aufgrund der Befürchtungen gegen die Hähnchenmastställe geben könne. Bislang gebe es einen Hähnchenmaststall mit rund 39 000 Tieren.

"Geplant ist aber, den Stall auf 42 000 Tiere aufzustocken und einen zweiten mit ebenfalls 42 000 Tieren zu bauen", so Hörner. Ihm gehe es um Fragen der Ethik, des Tierschutzes und um das einvernehmliche Miteinander in der Gemeinde.

Susanne Fahlbusch, SPD-Fraktionssprecherin, meinte: "Viele Leute in Cramme haben eine diffuse Angst vor der Massentierhaltung."

Einbruch in Crammer Kita 16.03.2012

In den Crammer Kindergarten am Schulweg ist laut Polizei zwischen Mittwoch, 16 Uhr, und Donnerstag 7.15 Uhr eingebrochen worden.

Ein Bürofenster sei gewaltsam aufgedrückt worden. Mit Gewalt sei auch ein Büroschrank geöffnet worden. Daraus seien zwei kleine leere Geldkassetten entwendet worden. Schaden: rund 400 Euro.

Hinweise: (05331) 9330 

Landwirt plant zweite Hähnchenmastanlage bei Cramme 15.03.2012

Totes Huhn
Totes Huhn

- Wolfenbüttler Zeitung -

 

Cramme 84 000 Hähnchen sollen künftig in der Mastanlage bei Cramme gezüchtet werden. Landwirt Gerhard Schwetje plant, einen zweiten Stall zu bauen. 

 

Im Landkreis Wolfenbüttel sollen mehr Masthähnchen gezüchtet werden. Gerhard Schwetje will zwischen Cramme und Groß Flöthe einen weiteren Stall bauen. Die Genehmigung hat der Landwirt bereits beim Landkreis beantragt.
Der neue Stall soll für 42 000 Hähnchen ausgelegt sein, etwas mehr als die in der bisherigen Anlage gezüchtet werden. Deren Kapazität soll außerdem erweitert werden – von bisher rund 38 000 auf ebenfalls 42 000 Hähnchen. Schwetje hofft, die Baugenehmigung bis Juni zu erhalten. Wenn die Witterung es zulasse, könne der Betrieb in dem neuen Stall dann noch Ende dieses Jahres beginnen.
Rund eine halbe Million Euro investiere er in die neue Stallanlage. Dahinter stehe eine wirtschaftliche Kalkulation über zwei Jahrzehnte. Er wolle die Zukunft seine Betriebs sichern, den sein Sohn weiterführen wolle, sagt Schwetje.
Die Reaktionen auf seine Pläne könne er nur schwer einschätzten. „Ich nehme das, wie es ist. Ich verhalte mich ja ordentlich und im Rahmen der Gesetze.“
Laut Landkreis muss für den Bau keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Die Pläne können vom 22. März bis 23. April beim Bau- und Planungsamt des Landkreises eingesehen werden.